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Best practice

BD Mag. Josef Schellnegger, Landesberufsschule für Tourismus Bad Gleichenberg

Was ist die Genussreifeakademie und wie entstand sie?
Die Genussreifeakademie wurde im Rahmen des grenzüberschreitenden Projektes „Regiovitalis“ mit österreichischen und slowenischen Partnern konzipiert.
Die Teilnehmer an den Seminaren der Genussreifeakademie erwerben ein besonderes Know-how im Bereich der  Regionalität und Gesundheit. Es wird das Bewusstsein für regionale Produkte geschärft und bietet gleichzeitig auch die Möglichkeit zusätzliche Kompetenzen am Sektor der Kulinarik zu erwerben.
 
Wie läuft sie ab und wer kann sich daran beteiligen?
In der Steiermark wird die Genussreifeakademie von drei Bildungsinstitutionen umgesetzt: dem Schulungszentrum Fohnsdorf, der Tourismusschule Bad Gleichenberg und der Landesberufsschule für Tourismus in Bad Gleichenberg.
Wir an der Landesberufsschule bieten die Seminare dazu unseren Schülern als Zusatzangebot neben dem regulären Unterricht an.
 
Welchen Vorteil bietet die Genussreifeakademie ihrem Betrieb bzw. den Lehrlingen?
Die intensive Erkundung und Auseinandersetzung mit den regionalen Produkten und dem Bemühen diese kulinarisch  innovativ umzusetzen wirkt sich sehr positiv auf unseren Schulbetrieb aus. Die Lehrlinge werden durch dieses Seminarangebot auf die Regionalität sensibilisiert, es erweitert sich dadurch natürlich ihr Know-How und bringt ihnen einen Startvorteil fürs Berufsleben.
 
Wer profitiert noch von der Genussreifeakademie?
Wenn die Lehrlinge ein breites Wissen in Bezug auf regionale Produkte und deren Verwendung haben, profitieren sicherlich die Lehrbetriebe und natürlich auch die Produzenten, weil ihr Bekanntheitsgrad steigt.
 
Welche Herausforderung gibt es noch? Welche Form der Weiterentwicklung wäre noch sinnvoll?
Unsere Schüler haben 45 Stunden Unterricht pro Woche. Das Seminar besuchen sie zusätzlich in ihrer Freizeit. Dadurch muss man zeitlich auch ein vertretbares Ausmaß finden. Das Thema würde sich natürlich noch wesentlich breiter abhandeln lassen.
Zukünftig sollte man sicherlich andenken den Teilnehmerkreis auf bereits in der Praxis tätige Mitarbeiter auszudehnen.
 
Auf welche Unterstützung ist die Genussreifeakademie angewiesen, um weiterhin erfolgreich tätig sein zu können?
Die verwendeten Produkte sind keine Billigprodukte. Dadurch entstehen pro Kurs oft Warenkosten zwischen 50 und 100 Euro für einen Schüler. Das ist für einen Lehrling nicht wenig. Für die weiteren Kurskosten erhalten wir Unterstützung von der Qualifizierungsagentur und vom Lehrlingsunterstützungsverein, sodass sich die Seminargebühren in einem noch vertretbaren Rahmen halten lassen. Auf diese Unterstützung sind wir auch weiterhin angewiesen um die Kurse durchführen zu können.
 
Welchen Stellenwert hat das Thema Kulinarik in der Region für Gäste und Einheimische und wie kann man den Wert an heimischen kulinarischen Schätzen interessierte Personen weitergeben?
Regional ist nicht nur Megatrend, sondern Gegenpart zur industriellen  Nahrungsmittelerzeugung. In den letzten Jahren hat sich ein neues Bewusstsein dazu etabliert. Das bestimmt nicht nur die Erwartungshaltung unserer Gäste, sondern erzeugt auch ein neues Lebensbild in der einheimischen Bevölkerung.
Die Gastronomie geht größtenteils den Weg erfolgreich mit- auch die Veranstaltungsszene hat sich bereits eingeklinkt. Konzepte wie „G´scheit feiern“ oder der Verkauf der Erzeugnisse über Hofläden und Greißlereien sind gute Beispiele dafür. Allesamt erfolgsversprechende Ansätze, an denen es gilt weiterzuarbeiten.
 
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