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Holunder

Holunder – die gesunde und vielseitige Heilpflanze

Das Wort “Holunder/Elder” entspringt dem angelsächsischen Wort “aeld” und bedeutet “Feuer” – schon ein kleiner Hinweis auf die Kraft des Holunders. Der Holunder stammt ursprünglich aus Nordamerika und ist heute als Natur- und Kulturpflanze gar nicht mehr aus dem Alpenraum wegzudenken.

© Thermenland Steiermark, Harald Eisenberger

Von neun Hollerarten weltweit kommen drei in Europa bzw. Österreich vor, wovon einzig der schwarze Holunder (Sambucus nigra L.) genießbar bzw. sogar heilsam ist. Der Holunder bildet eine Gattung in der Familie der Geißblattgewächse und ist eine bekannte Erscheinung im Landschaftsbild unserer Region. Was viele Leute nicht wissen: "Rinde, Beere, Blatt und Blüte, jeder Teil ist Kraft und Güte, jeder segensvoll" - die Pflanze kann zur Gänze für die Verarbeitung genutzt werden. So können die Blüten und Beeren beispielsweise zu Saft verarbeitet werden und die Kerne zu Öl. Rinde, Wurzeln und Blätter werden in der Medizin genutzt und der Stammbaum für Kunst- und Handwerksgegenstände. 

Wirkung & Besonderheiten zum Holunder

„Zieh den Hut vorm Holunder!“

Aus gutem Grund gibt es dieses traditionelle Sprichwort: Der Holunder wird seit Menschengedenken zu Heilzwecken verwendet. Erste schriftliche Zeugnisse als Heilpflanze liefert uns die Hippokratische Schule aus dem 5. Jahrhundert. So wurden die Holunderblüten zu einem Schwitztee bei fieberhaften Erkältungskrankheiten angewendet. Die Beeren galten als wichtiger Vitaminspender in der Winterzeit. Dazu wurden sie zu Sirup, Hollerkoch oder Marmeladen verkocht.

© Thermenland Steiermark, Harald Eisenberger

Die medizinische Auseinandersetzung mit dieser Pflanze erlebt heute wieder eine Renaissance – vielfältige wissenschaftliche Studien (z.B. Pietta 2000, Mateus 2004) beschäftigen sich mit der gesundheitlichen Wirkung des Holunders. Die entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung des schwarzen Holunders ist seit den 90er Jahren nachgewiesen. Vor allem die Holunderbeere ist reich an sekundären Pflanzenstoffen, den sogenannten Flavonoiden. Unter allen Früchten, sind die Holunderbeeren die am höchsten konzentrierte Quelle von Anthocyanen, einer Gruppe der Flavonoiden, die als kraftvolle Antioxidantien das Immunsystem boosten und die Körperzellen vor Schaden schützen. Außerdem senkt die Beere den oxidativen Stress im Blut, was der Zellalterung entgegenwirkt, schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und regt den Stoffwechsel an. Des Weiteren ist Holunder bei Typ 1 Diabetes und Arterienverkalkung wirksam uns hilft bei der Senkung des LDL-Cholesterins und des Blutdrucks.

Neben den Anthocyanen beinhaltet die Holunderbeere einen hohen Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen wie A, B2, Kalium und Eisen.

Die medizinische Auseinandersetzung mit dieser Pflanze erlebt heute wieder eine Renaissance – vielfältige wissenschaftliche Studien (z.B. Pietta 2000, Mateus 2004) beschäftigen sich mit der gesundheitlichen Wirkung des Holunders. Die entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung des schwarzen Holunders ist seit den 90er Jahren nachgewiesen. Vor allem die Holunderbeere ist reich an sekundären Pflanzenstoffen, den sogenannten Flavonoiden. Unter allen Früchten, sind die Holunderbeeren die am höchsten konzentrierte Quelle von Anthocyanen, einer Gruppe der Flavonoiden, die als kraftvolle Antioxidantien das Immunsystem boosten und die Körperzellen vor Schaden schützen. Außerdem senkt die Beere den oxidativen Stress im Blut, was der Zellalterung entgegenwirkt, schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und regt den Stoffwechsel an. Des Weiteren ist Holunder bei Typ 1 Diabetes und Arterienverkalkung wirksam uns hilft bei der Senkung des LDL-Cholesterins und des Blutdrucks.
Neben den Anthocyanen beinhaltet die Holunderbeere einen hohen Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen wie A, B2, Kalium und Eisen. 

Zahlen, Daten, Fakten zum Holunder

Die Anbaufläche von Holunder beträgt in der Südost- und Oststeiermark rund 1.000 ha, das entspricht der weltweit größten professionell bewirtschafteten Fläche für Holunder. 50 % der Weltproduktion von Kulturholunder wird somit in der Steiermark erzeugt. Hergestellt werden vor allem Säfte, Marmeladen, Tee und Liköre bzw. auch Naturkosmetikprodukte mit dem Öl aus den Kernen (z.B. Styria Sambucus). Beliebt ist der rote Farbstoff der Beere auch in vielen Bereichen der Lebensmittelindustrie z.B. für Gummibären. Der Anbau von Holunder hat in der Region eine lange Tradition, wodurch unsere ProduzentInnen langjährige Erfahrungen rund um den Anbau und die Verarbeitung der Pflanze verfügen.

=> Wissensflugblatt zu Holunder- und Aronia (PDF-Download, 2,02 MB)

© Thermenland Steiermark, Harald Eisenberger

Der Holunder ist eine robuste und anspruchslose Kultur, die als „Bodenheiler“ gilt – der Baum verfügt über eine erstaunliche Resistenz- und Entgiftungsfähigkeit. Im Frühjahr prägen die duftenden Blüten des Holunders unsere Landschaft, im Herbst die violettschwarzen Beeren, die von August bis Oktober von Hand geerntet werden. Das Naschen der frisch geernteten Früchte sollte man jedoch vermeiden, sie sind nicht zum Verzehr geeignet, da sie schwer verdauliche Lektine und Sambunigrin enthalten. Durch das Kochen werden diese Stoffe jedoch aufgespalten und so unschädlich gemacht.

Zahlreiche Mythen bestehen rund um die Holunderpflanze: Der Holunderbusch war der archaischen Göttin Holle, der germanischen Hel, die wir aus dem bekannten Grimm-Märchen als Frau Holle kennen, zugeordnet. Sie galt sowohl als Göttin des Lebens als auch des Todes und war Herrin der Geister und Elementarwesen. Eine gütige Göttin, die Mensch und Natur Schutz und Hilfe bot und die Verstorbenen in ihrem Reich empfing. Der Holler ist ebenso zweideutig wie seine Göttin, er ist zugleich Heiler aber auch giftig, blüht leuchtend weiß, hat aber dunkle Beeren.

„Ringel, Ringel, Reihe, 
wir sind der Kinder dreie, 
sitzen unter'm Holderbusch
und machen alle husch, husch, husch.“

In diesem bekannten Lied sind es die Geister der Kinder, die sich ankündigen. Beim nordeuropäischen Landvolk, vor allem bei den Dänen, wird der Holunder heute noch als Geburtsbaum verehrt.

Aronia_Schoko_Kekse_Genusshotel

Rezept: Aronia-Schokocookies

Zutaten:

  • 80 g Butter zimmertemperiert
  • 120 g Zucker
  • 130 g Mehl
  • Kleine Prise Salz
  • 1 TL Natron
  • 1 TL Vanille
  • 1 Ei
  • 80 g getrocknete Aroniabeeren mit Schokolade überzogen

Zubereitung:

Butter und Zucker schaumig rühren. Danach eine Prise Salz dazugeben. Das Ei unterrühren und danach Mehl, Natron und Vanille vorsichtig unterheben. Im Anschluss die Schoko-Aroniabeeren unterrühren.

Ein Blech mit Backpapier vorbereiten. Den Teig mit einem kleinen Eisportionierer auf das Backblech setzen. Die Cookies bei 180 Grad für ca. 10-12 min backen!

Gutes Gelingen wünscht 
Christine Paller vom Genusshotel Riegersburg!

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